Auf diesen Tag freue ich mich schon etwas länger: ich werde den Shimanami-Kaido Fahrradweg von Onomichi aus nach Süden über mehrere Inseln fahren, die mit großen Brücken verbunden sind. Und zwar genau so lange, wie ich Lust habe.
Ich nehme also die Fähre auf die erste Insel (Mukaishima) und fahre los. Schon auf den ersten Metern merke ich, wie schön das Radfahren ist:
- Die Wege sind markiert, die blaue Wegführung gibt es auch abseits des Hauptweges. Verirren ist hier eigentlich unmöglich. Im Gegenteil: ich nehme die Strasse und Natur abseits der Streckenführung voll wahr. Außerdem kann ich mit meinem Handy sehr gut nachvollziehen, wo ich entlang fahre und passe bei Bedarf meine Route entsprechend an.
- Und dieses E-Bike-Fahren macht schon auch sehr viel Freude. Erstmal reicht mir meine eigene Kraft und Kondition aus. Und ich fordere mich heraus, überhole auch viele Mitradlerinnen und -radler. Richtig entfalten kann sich die E-Bike-Kraft auf dem Hinweg zu Innoshima Brücke auf die zweite Insel Innoshima (ca. 60 Höhenmeter nach oben).
Diese zweite Brücke heißt Ikuchi Brücke und verbindet Innoshima mit Kuchijima. Auf dieser dritten Insel entscheide ich mich gegen die Hauptroute (und damit gegen den Uhrzeigersinn). Das führt dazu, dass ich etwas abseits fahre und eine heruntergefallene Orange an einer Nebenstrecke probieren kann: sie schmeckt köstlich. Ich nehme zwei weitere Orangen fürs Frühstück am darauffolgenden Tag mit und fahre auf meine dritte und letzte Brücke, die Tatara Bridge zu. Auf ihr verläuft auch die Grenze der Präfekturen Hiroshima im Norden und Ehima im Süden.

Auf der nächsten Insel Omishima gibt es gleich hinter der Brücke ein provisorisches Café mit Spezialitäten rund um die Zitrone. Ich entscheide mich für eine ordentlich gesüßte und frisch gepresste Zitronenlimonade.





















Zurück fahre ich auf Ikuchijima im Uhrzeigersinn weiter zum Ort Setoda. 50 Kilometer sind mir für heute genug. Bevor der Regen einsetzt habe ich gerade noch Zeit, mir den Hill of Hope (Miraishin-no-Oka) anzusehen, der in der Kousanji Tempelanlage liegt.





Der starke Dauerregen war früher am Tag angekündigt gewesen. Insofern bin ich froh, die Radtour mit kleineren Regenschauern gut überstanden zu haben und nehme daher die Fähre zurück nach Onomichi Hafen. Mein japanisches Regenfahrradcape hält Regen ab, aber trotzdem wird es langsam frisch. Ich gehe also wohin zum Aufwärmen? Richtig, in eines der örtlichen Onsen mit finnischer Sauna, soooo herrlich!
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