Hiroshima berührt mich anders

Wie ich meine Erlebnisse zu Hiroshima und der Historie zum ersten Atombombenabwurf beschreiben soll, damit tue ich mir tatsächlich schwer.

Mein erster Eindruck: das ist eine normale japanische Stadt mit rund einer Million Menschen – erst einmal erinnert nicht viel daran, dass Hiroshima 1945 Ziel der ersten Atombombe wurde. Vor dem Zweiten Weltkrieg war die Stadt bereits stark industriell geprägt und galt als wichtiger Rüstungsstandort.

Durch die Lage im Delta des Ota-Flusses mit Zugang zum Meer entwickelte sich Hiroshima nach dem Krieg erstaunlich schnell wieder zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort. Während des japanischen Wirtschaftsbooms in den 1950er- und 60er-Jahren wurde die Stadt in Rekordzeit wieder aufgebaut. Die Orte, die heute noch sichtbar an die Zerstörung erinnern, sind für mich umso eindrucksvoller.

Atombombendom und Friedenspark

Besonders ist der Atombombendom, die Ruine der ehemaligen Industrie- und Handelskammer. Das Gebäude blieb bewusst als Mahnmal erhalten und gehört heute zum UNESCO-Welterbe. Nur etwa 100 Meter entfernt befindet sich das markierte Hypozentrum – der Punkt, über dem die Bombe am 6. August 1945 in rund 600 Metern Höhe detonierte.

Im Friedenspark standen vor dem Krieg noch die engen Straßen des Nakajima-Distrikts. Nach der Explosion verbrannte das gesamte Viertel innerhalb von Sekunden. Im Zentrum steht ein Kenotaph, ein Denkmal, das der Architekt Kenzo Tange für die Opfer der Atombombe entworfen hat. Der Begriff selbst stammt aus dem Griechischen und lässt sich mit „leeres Grabmal“ übersetzen. Dort werden jedes Jahr am 6. August die Namen der bekannten Opfer verlesen. Die „ewige Flamme des Friedens“ befindet sich ebenfalls hier.

Geschichte, die mich bewegt

Besonders bewegt mich das Friedensmuseum. Ich habe bereits das Museum in Nagasaki besucht, aber Hiroshima trifft mich emotional noch stärker, weil die Ausstellung ganz persönliche Geschichten einzelner Menschen und Familien erzählt.

So auch das Kinderfriedensdenkmal. Es ist Sadako Sasaki gewidmet, die als Kind begann, 1.000 Papierkraniche zu falten, weil sie hoffte, dadurch gesund zu werden. Am Ende starb sie dennoch an den Folgen der Strahlung.

Noch heute werden in ganz Japan auch zu den Gedenktagen Papierkraniche gefaltet.

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