Gärtnertag in München: Wenn schöne Blumengespanne durch die Blumenstraße gefahren werden

Am ersten Dienstag im August macht die Blumenstraße in München ihrem Namen alle Ehre. Dann feiern Münchens Gärtner und Floristinnen wieder ihren traditionellen Gärtnertag mit geschmückten Pferdegespannen, Traktoren, Blasmusik und natürlich Blumen. Ein kleiner Festumzug führt vom Viktualienmarkt durch die Innenstadt.

Ein Münchner Brauch mit langer Geschichte

Der Gärtnertag, auch Gärtnerjahrtag genannt, gehört zu den ältesten Bräuchen Münchens. Seine Geschichte reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück: Nach dem Ende einer Pestepidemie sollen Münchner Klostergärtner den verängstigten Menschen mit Blumen, Obst und Gemüse neue Hoffnung gegeben haben. Aus dieser Geste entstand ein Gelübde an die heilige Gertrud von Nivelles, die Schutzheilige der Gärtner. Die Gärtnerinnen und Gärtner verpflichteten sich, jedes Jahr am ersten Dienstag im August einen Festzug zu veranstalten und in der Kirche St. Peter einen Dankgottesdienst zu feiern. Erstmals wurde der Gärtnertag 1639 in München begangen.

Im Laufe der Zeit schlossen sich weitere Gärtner, Floristen und Händler dem Brauch an. Heute wird die Tradition vom Münchner Gärtnerverein und zahlreichen Betrieben und Gruppen aus dem Gartenbau weitergeführt. Der Festzug ist damit sowohl ein Stück Münchner Stadtgeschichte als auch eine Gelegenheit, die Vielfalt des Berufs sichtbar zu machen, von Gemüse- und Zierpflanzenbau über Baumschulen und Garten- und Landschaftsbau bis zu Floristik und Botanik.

Wunderschöne Motive

Für mich geben die vielen Blumen, die gut gelaunten Gärtnerinnen und Floristen, die die Blumen verteilen und die glücklichen Zuschauenden, die mit Blumen und ganzen Sträußen beschenkt werden, an diesem heißen Sommertag herrliche Motive ab. Viel Vergnügen beim Ansehen!

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