Für ein paar Tage bin ich mit zwei meiner Nichten, 12 und 13 Jahre alt, zum Campen in Wolfratshausen. Unser kleiner, feiner Campingplatz liegt nahe an der Loisach. Wir genießen ein paar Tage Auszeit, baden und verbringen viel Zeit gemeinsam. Dazu gehört auch das Treibenlassen in der Loisach und mehrmals ein Abstecher zum Starnberger See. Dass wir dabei auch noch eine Sonnenfinsternis erleben können, ist eine sehr schöne Zugabe.
Am Mittwoch, 12. August, fahren wir abends also erneut zum Erholungsgebiet Ammerland auf der Ostseite des Starnberger Sees und finden ein Plätzchen am Strand. Es sind viele Menschen hier, aber trotzdem ist ausreichend Platz. Die Stimmung ist entspannt und sommerlich: Menschen liegen auf der Wiese und am Strand, andere sitzen oder stehen im flachen Wasser. Der See hat eine angenehme Temperatur und lädt in diesem außergewöhnlichen Sommer auch am späteren Abend noch zum Baden ein.
Auch der Wasserstand ist in diesem Sommer ungewöhnlich niedrig. Dadurch ist der Strand bestimmt einen Meter breiter als sonst und der See bleibt auf dieser Seite sehr lange flach. Schon tagsüber können wir weit auf sandigem Untergrund ins Wasser hineinlaufen, was perfekt ist für einen entspannten Badetag und eben auch für unsere Sonnenfinsternis.
Der Mond vor der Sonne
Mit unseren Sonnenfinsternisbrillen verfolgen wir, wie sich der Mond langsam vor die Sonne schiebt. Durch die Brille ist der Schatten des Mondes auf der Sonnenscheibe erstaunlich deutlich zu erkennen. Mit dem Handy lässt sich das allerdings nur schwer festhalten. Die Fotos geben nicht wirklich wieder, was wir mit eigenen Augen sehen, schließlich fotografiere ich mit der Handykamera durch die Sonnenfinsternisbrille. Aber immerhin vermitteln die Motive einen kleinen Eindruck von der Situation.
Besonders schön ist die Spiegelung der Sonne auf dem Starnberger See. Auch dort lässt sich die Veränderung beobachten, und für mich gehört dieser Anblick zu den schönsten Momenten dieses Abends. Während der Mond immer weiter vor die Sonne zieht, verändert sich auch die Stimmung. Es wird etwas kühler. Nicht dramatisch, aber deutlich genug, dass man es wahrnimmt. Beide Nichten verfolgen diese Sonnenfinsternis live und in Farbe mindestens genauso gespannt wie ich.




















Und dann geht die Sonne unter
Das Ende der Sonnenfinsternis erleben wir allerdings nicht mehr. Die Sonne steht inzwischen tief und geht unter, bevor der Mond seinen Weg vor der Sonne vollständig beendet hat. So endet unser Beobachtungstag am Starnberger See nicht mit dem Ende der Finsternis, sondern mit einem wunderbaren Sonnenuntergang. Ein schönes Erlebnis für uns drei und auch unser gemeinsames Camping-Abenteuer hat uns gut gefallen. Vielleicht machen wir das im nächsten Jahr einfach wieder.
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