Direkt vom Campingplatz Ambach am See starte ich am späteren Nachmittag zu einer knapp 40 Kilometer langen Runde um die Osterseen. Schon nach kurzer Zeit verändert sich die Landschaft. Die Wege führen durch Wälder, über Wiesen und immer wieder an Seen vorbei, deren Wasser in der Abendsonne fast karibisch grün leuchtet. Dieses Wasser ist außergewöhnlich klar, weil die Osterseen überwiegend aus Grundwasser gespeist werden. Mehr als 20 miteinander verbundene Seen bilden hier auf über 1.000 Hektar eine einzigartige Seenlandschaft. Das Wasser fließt dabei ganz langsam von See zu See, bis es schließlich über die Ostersee-Ach den Starnberger See erreicht. Unterwegs begegne ich nur wenigen Menschen, die spazierengehen oder an den wenigen ausgewiesenen Badestellen ins Wasser gehen. Stattdessen prägen Ruhe, unterschiedlichste Vogelstimmen und die fast unberührte Natur den Abend.



















Oberbayerns unterschätztes Naturparadies: überraschend und viel näher als gedacht
Obwohl die Osterseen nur wenige Kilometer vom Starnberger See entfernt liegen, sind sie eine ganz eigene Welt. Besonders die intensiven Grüntöne des Wassers, die kleinen Buchten und die abwechslungsreichen Ausblicke machen meine kleine Ausflugstour auf dem Rad zu einem echten Erlebnis. Immer wieder halte ich an, um Fotos zu machen und den Blick über die Seen schweifen zu lassen. Außergewöhnliche Natur kann manchmal eben auch direkt neben den bekanntesten Sehenswürdigkeiten liegen.
Ein Abend am Starnberger See ist eigentlich immer schön
Fast genauso in Erinnerung bleibt mir der Campingplatz Ambach am See. Er liegt direkt am Ufer des Starnberger Sees und wurde vor wenigen Jahren umfassend modernisiert. Entsprechend begehrt sind die Stellplätze. Gerade in den Sommermonaten ist der Platz meist lange im Voraus ausgebucht. Ich habe Glück und bekomme für eine Nacht einen Stellplatz fast in der ersten Reihe mit Blick auf den See.
Immer wieder zieht es mich ans Ufer. Im Westen über den See sehe ich in Richtung Bernried und Tutzing, nach Süden sieht man die Alpen am Horizont. Bis in den späten Abend hinein genießen viele Menschen das warme Wetter im (zugegeben warmen) Wasser, während die Sonne langsam hinter dem Westufer verschwindet. Am nächsten Morgen beginne ich den Tag mit Tee und Campingstuhl direkt am See. Ich lese in aller Ruhe, genieße das Wasser und die Stille, bevor es schließlich zurück nach München geht. Nicht nur, weil meine Reservierung endet, sondern auch, weil sich von Westen bereits ein kräftiges Gewitter mit dunklen Wolken ankündigt und damit meiner kleinen Auszeit ein Ende bereitet.











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