Wir starten in Sopot, nördlich von Danzig und machen uns auf eine gemütliche Radtour mit gut 35 Kilometern hin und zurück.
Sopot zeigt uns seine elegante Seite
Schon kurz nach dem Start in Sopot wird klar, warum der Ort als „Perle der Ostsee“ oder sogar als polnische Riviera bezeichnet wird. Der Radweg führt direkt an der Küste entlang, immer wieder öffnen sich Blicke auf das Meer, dazwischen laden Cafés, Restaurants und lange Seebrücken zum Verweilen ein. Besonders beeindruckend ist das berühmte Molo von Sopot. Mit seinen 511 Metern gilt es als die längste Holzmole Europas und ragt weit hinaus in die Ostsee. Wir sehen uns ein „Nebenmolo“ an und sind nicht weniger beeindruckt.








Sopot selbst wirkt mondän und gleichzeitig entspannt. Die herrschaftlichen Gebäude erinnern daran, dass aus dem einstigen Fischerdorf schon im 19. Jahrhundert ein beliebtes Seebad wurde. Heute verbindet der Ort für uns Ostsee-Flair, Kurtradition und eine gewisse Eleganz.
Falowiec Wohnungsbau – Wohnen in der Welle
Unterwegs begegnet uns eines der ungewöhnlichsten Wohngebäude Polens: das Falowiec im Danziger Stadtteil Przymorze. Schon von Weitem fällt der riesige Plattenbau durch seine geschwungene Form auf. Sein Name leitet sich vom polnischen Wort „fala“ für Welle ab und tatsächlich wirkt das Gebäude wie eine Betonwelle, die sich durch den Stadtteil zieht.
Mit rund 850 Metern Länge und etwa 1.800 Wohnungen gehört dieses Falowiec zu den längsten Wohngebäuden Europas. Es steht exemplarisch für die großen Wohnungsbauprogramme der 1960er- und 1970er-Jahre.




Urbane Werftkultur: 100cznia
Einen völlig anderen Charakter zeigt uns die ehemalige Werftregion rund um die 100cznia. Zwischen Containern, Streetfood-Ständen, Bars und alten Industrieanlagen entsteht eine Atmosphäre, die kreativ, entspannt und lebendig wirkt. Während unseres Besuchs findet gerade ein Demokratie-Symposium statt, ein schönes Beispiel dafür, wie sich das ehemalige Werftgelände zu einem Ort für Kultur, Begegnung und neue Ideen entwickelt hat. Unsere Beteiligung liegt im Verzehr hervorragender Gorgonzola-Burger mit Süßkartoffelpommes.





Die Krone Danzigs, der Turm der Marienkirche
Zum Abschluss wartet noch ein Perspektivenwechsel: 409 Stufen führen hinauf auf den 82 Meter hohen Turm der Marienkirche in Danzig. Oben angekommen eröffnet sich uns ein großartiger Blick über Danzig. Die dicht stehenden Giebelhäuser, das Krantor und die Türme der Rechtstadt liegen wie ein Modell zu Füßen. Danzig war nach dem zweiten Weltkrieg zerstört. Was wir heute hier sehen ist also größtenteils inklusive Denkmalgedanken wiederaufgebaut. Die Marienkirche selbst gilt als eine der größten Backsteinkirchen Europas und wird oft als „Krone Danzigs“ bezeichnet. Von ihrer Aussichtsplattform, dem Turm, zeigt sich eindrucksvoll und erstaunlicherweise relativ windstill, wie eng in Danzig Hansegeschichte, Hafenstadt und modernes Leben miteinander verbunden sind.









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Kreatives Freizeit- und Kulturareal auf dem ehemaligen Werftgelände von Danzig

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