Miyajima liegt an der Innensee vor Hiroshima.
Mein Tag beginnt mit einem traumhaften Sonnenaufgang aus meinem Zimmerfenster und interessanten Blicken aus dem Frühstücksraum im 23. Stock. Vom Hotel, dem Grand Prince Hotel Hiroshima, nehme ich morgens das Boot, das mich direkt nach Miyajima bringt. Vor Beginn der Golden Week (Hauptreisezeit in Japan, weil sich mehrere Feiertage aneinanderreihen) habe ich tatsächlich noch kurzfristig ein Sonderangebot für dieses Hotel bekommen, in dem 2023 der G7-Gipfel stattgefunden hat.






Das Wahrzeichen der Insel: der Itsukushima-Schrein
Miyajima gilt als eine der schönsten Ansichten Japans – dem stimme ich uneingeschränkt zu. Die eigentliche Insel heißt offiziell Itsukushima, wird von den meisten aber einfach Miyajima genannt – „Schrein-Insel“. Hier dreht sich wirklich alles um den berühmten Itsukushima-Schrein und das riesige rote Torii, das bei Flut scheinbar auf dem Wasser schwebt. Genau dieses Bild gehört wahrscheinlich zu den bekanntesten Ansichten Japans. Als ich gegen 9 Uhr ankomme, ist die Insel bereits voller Besucher. Es ist der erste Samstag der Golden Week und entsprechend dicht drängen sich die Menschen durch die Straßen und über die Holzstege des Schreins. Die Anlage wirkt beeindruckend: ein verwinkelter Komplex aus Hallen und langen Korridoren, der direkt über dem Wasser errichtet wurde. Ich sehe mir das Torii zuerst bei Flut an, als es mitten im Wasser steht und fast schwerelos wirkt. Am Nachmittag komme ich vom Berg Misen noch einmal kurz zurück – inzwischen ist Ebbe und plötzlich kann man direkt bis an das Tor heranlaufen. Ein völlig anderer Eindruck.









Zu Fuß auf den Misen
Der Mount Misen ist knapp 500 Meter hoch, der Weg über die steilen Steintreppen zieht sich, ist aber jeden einzelnen meiner Schritte wert. Immer wieder öffnen sich unterwegs schöne Ausblicke und Perspektiven. Oben angekommen wartet dann der eigentliche Höhepunkt: die große Aussichtsplattform mit einem fast perfekten 360-Grad-Blick über Hiroshima und die umliegenden Inseln. Gerade bei klarem Wetter wie heute kann ich mich an der Landschaft von hier oben gar nicht sattsehen. Viele der Besucher, die unter anderem an Flip Flops, Stöckelschuhen oder Beleibtheit zu erkennen sind, haben die Seilbahn nach oben genommen und füllen die Plattform ordentlich. Ich freue mich auf einen mit dem Hinweg vergleichbar ruhigen Abstieg.






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