Auf Naoshima ist es nass: Zum Glück gehen Museen immer!

Es ist ein ruhiger Morgen im Naoshima New Museum of Art

Es regnet, schon seit dem frühen Morgen. Ich mache mich am Vormittag auf den Weg ins 2025 eröffnete Naoshima New Museum of Art in Naoshima Port, dem Ort, in dem auch mein Guesthouse liegt. Im Café des Museums genieße ich erstmal einen Kaffee und schaue dem Regen zu. Ich habe nicht das Gefühl, irgendetwas zu verpassen – im Gegenteil, die Entschleunigung passt perfekt zu diesem Ort.

Die Ausstellung selbst beeindruckt mich dann ziemlich. Besonders die großflächigen Werke von Heri Dono ziehen mich in ihren Bann. The Odyssey of Heridonology und Angels Fallen from the Sky erzählen für mich fast so etwas wie ein visuelles Epos – voller Anspielungen, düsterer Figuren und politischer Untertöne. Trotz der Schwere finde ich sie erstaunlich schön gemalt.

Ganz anders wirkt Aftermath von Pannaphan Yodmanee. Dieses Werk fühlt sich für mich leicht und fast hoffnungsvoll an, als würde es einen Gegenpol bilden.

Vom Regen begleitet zum Benesse House Museum

Das Museum und sein Outdoor-Bereich, die Anfang der 90er Jahre eröffnet wurden, fühlen sich für mich sofort besonders an. Architektur und Kunst greifen hier so ineinander, dass ich manchmal gar nicht weiß, worauf ich mich zuerst konzentrieren soll. Ich bewege mich langsam durch die Räume und lasse mir Zeit. Schließlich gibt es sonst nichts anderes zu tun. Vorher habe ich mir schon einige der Objekte draußen angesehen.

Draußen-Kunst

Einige Werke bleiben mir besonders im Kopf. Unverkennbar farbenfroh sind die Figuren von Niki de Saint Phalle – ein Elefant, eine Katze, ein Kamel.

Der Kürbis von Yayoi Kusama ist schon beinahe ein ikonischer Moment: Ich habe das Gefühl, ihm schon so oft begegnet zu sein, und trotzdem wirkt er hier nochmal anders.

Fasziniert bleibe ich auch vor der Skulptur von George Rickey stehen. Three Squares Vertical Diagonal verändert sich ständig – jedes Mal, wenn ich daran vorbeigehe, sieht die Skulptur ein bisschen anders aus. 

Drinnen-Kunst

Auch die Arbeiten von Richard Long, Bruce Nauman und David Hockney nehmen mich mit – jede auf ihre eigene Weise. Manche Orte brauchen kein gutes Wetter – sie funktionieren einfach immer.

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