Von Izakaya bis Sushi im Stadion – Kulinarisches aus Nagasaki

Essen gehen und Neues ausprobieren im Duo gefällt mir sehr gut. In Nagasaki lassen Karin und ich unserer Vorliebe für Seafood, heimischem Gemüse, Suppen und mehr freien Lauf.

Izakaya – leckere frische Küche zum Einstieg.

Am ersten Abend sind wir in einem Izakaya um die Ecke der Unterkunft mitten in der Stadt. Das Izakaya ist der Begriff für eine japanische Kneipe mit kleinerer oder größerer Speisekarte. Als Restaurant kann das Ganze auch recht klein sein. In unserem Fall waren es ungefähr 15 Plätze auf Tatami-Matten, d.h. Schuhe ausziehen und auf dem Boden sitzen, und ein paar „normale“ Sitzplätze. Wir erhalten einen rückenschonenden Platz an der Bar beziehungsweise Küche und schauen dem Sushimeister beim Arbeiten zu. Hinterher wird Karin ihn zu den Fischen befragen, die wir gegessen haben. Wir werden nicht mal die Hälfte wirklich verstanden haben, aber das macht nichts.

Es gibt: Fischsuppe mit Noriblättern, Salat mit Frittiertem (ich weiß leider nicht mehr, was es war), gebratene Makrele mit japanischem Krautsalat, Tintenfischleber, diverses Sashimi…

Lokale Küche im Yossou – als Ersatz für die einheimischen Sushilokale, die nichts mit uns anfangen wollten.

Für den nächsten Abend fragen wir in einem Kaffee eine aufgeschlossene Japanerin, wo wir nicht-touristisch und gut Sushi essen können. Sie gibt uns einen Tipp. Als wir abends dort vorbeischauen, ist man von unserem Eintreffen nicht begeistert. In diesem und in einem anderen Sushilokal nur wenig weiter wird uns mit Händen und Füßen zu verstehen gegeben, dass es für uns kein Sushi gibt. Wahrscheinlich gibt es keine Speisekarte auf Englisch oder die Erfahrungen mit anderen Touristen waren nicht zielführend. Gerade hat zum Beispiel wieder ein Kreuzfahrtschiff mit Reisenden aus aller Herren Länder in Nagasaki angelegt. Wir werden auf jeden Fall in den darauffolgenden Tagen keinen Tipp mehr erfragen unter dem Motto „nicht-touristisch“. 

Wir landen schließlich im traditionellen, geschichtsträchtigen Lokal Yossou und haben Glück, dass wir bereits vor 19 Uhr da sind, denn das relativ große Lokal macht um 20 Uhr zu.

Eine der Spezialitäten ist „Savory egg custard“, eine Suppe mit Ei und Seafood namens Chawanmushi. In der Eiermasse, die ziemlich stichfest ist, sind neun verschiedene Zutaten, darunter Fisch, Garnelen, Pilze und Fleisch. Interessant, findet Karin – ich stimme ihr zu. Außerdem gibt es Misosuppe, Sashimi und Sushi, Reis, sowie drei sehr leckere Nachspeisen: eine Art Marzipan, Wassermelone und für uns beide etwas undefinierbar Leckeres.

Stadion Sushi – ob das wohl der bayerischen Stadionbratwurst entspricht?

Einen Abend gehen wir direkt vom Onsen am Peace Stadium zum Essen ins Stadion-Sushi Bibi. Exkurs: Vom 6. Stock des Onsen kann man Teile des Fußballfeldes sehen, wie cool ist das denn! Vor lauter Freude vergesse ich, Fotos vom Sushi zu machen, es war durch und durch hervorragend.

Itzakaya in der Nähe von China Town – hier stimmt einfach alles.

Den Laden gibt es laut T-Shirts des Eigentümerpaares seit 2015. In der Küche hilft noch ein Freund aus. Wir beginnen mit Sashimi und Sake. Von letzterem reicht uns die bestellte Menge aus. Zum Essen entscheiden wir uns für diese Leckereien, die wir nach und nach erhalten: Edamame, Tintenfisch, Kartoffelsalat, Muscheln in Sake Sauce, Fingermuscheln (auch genannt Messermuscheln) in Buttersauce, Kimchi mit Noriblättern, gebratenes Hähnchen mit Majosauce, gegrillter Tofu mit Krautsalat.

Wir sind begeistert ob der Qualität und der Freundlichkeit im Lokal. Und wir freuen uns, dass wir diesen Laden auf gut Glück gefunden haben – oder hat etwa der Laden uns gefunden?

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