Was man nicht so alles „hoppen“ kann: Ich mache Onsen Hopping in Kurokowa Onsen

Es ist ein regnerischer Tag, die Wolken hängen tief. Perfekter Tag für ein Onsen Hopping. Ich bin in Kamakura Onsen, in den Bergen der Präfektur Kumamoto auf der Insel Kyushu. Der Ort ist bekannt für seine sehr gut erhaltene Onsenkultur, ein traditionelles Ambiente ohne moderne Architektur. Die Umgebung besteht aus dunklem Holz, Steintreppen, natürliche Materialien in schwarz, braun, grün, blau.

Als erstes lande ich im Hidamarinoie, einem skurrilen Café am Fluss. Am späten Vormittag und bei schlechtem Wetter bin ich der einzige Gast.

Zum Frühstück bestelle ich Mochi, das sind traditionelle Reiskuchen aus gestampftem Klebreis, unterschiedlich gefüllt. Man isst sie warm. Ohne Bestellung erhalte ich ein Ei in Teigmantel und Bohnen, außerdem grünen Tee. Und auf die Frage, ob ich Alkohol trinken würde, ungefragt auch noch ein Stamperl selbstgemachten Pflaumenlikör. Sehr lecker, wobei die Wirtin nicht mittrinkt. Aus der Vielzahl Onsenmöglichkeiten empfiehlt sie mir zwei, die ihrer Meinung nach gut zu mir passen sollen. Ich bin froh, dass sie mir die Entscheidung abnimmt, bedanke mich und mache mich neugierig auf den Weg.

Von dieser Auswahl wäre ich überfordert gewesen:

Ich folge daher den Vorschlägen der Besitzerin des Cafés:

  • Zuerst Nr. 11 (Ikoi Ryokan) im Ort: zwei Außenbecken, sehr schön über Steintreppen miteinander verbunden, klein, aber fein.
  • Anschließend Nr. 4 (Yamamizuki) verbunden mit einem gut zwei Kilometer langen Spaziergang bergaufwärts. Das Onsen gehört zu einem Roykan und hat ungeahnte Dimensionen: neben einem sehr schönen einfachen Innenbecken gibt es ein vergleichsweise großes Outdoorbecken, von dem aus man auf den Flusslauf und in den Wald blicken kann, und zwar sehr weit. Das ist dann doch sehr außergewöhnlich.
  • In diesem wunderbaren Onsen berichten mir zwei Reisende, dass auch Nr. 18 (Shinmeikan, Cave Bath) eine echte Attraktion ist, wenngleich recht eng und heiß.

Der Spaziergang ist zwar an der Straße, aber es fühlt sich trotzdem sehr naturnah an. Die Strasse passieren nur wenige Autos und nach ein paar Metern bin ich alleine, im Wald, mit Bäumen und Wasser.

Zum Abschluss gönne ich mir einen Vanillepudding im Teigmantel aus der Patisserie Roku – sehr lecker. Das lange Warten in der Schlange hat sich gelohnt.

Creampuff

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Kommentare

Ein Kommentar zu „Was man nicht so alles „hoppen“ kann: Ich mache Onsen Hopping in Kurokowa Onsen“

  1. Avatar von Sabine
    Sabine

    Da Tag 11 onsenlos war, finde ich eine gewisse Onsenbevorratung durch Hopping äußerst clever.

    Kulinarisch scheint mir Japan so viel mehr zu sein als Sushi 😉 Mir knurrt glatt der Magen.
    Lass dir Japan weiterhin gut schmecken, liebe Laura!

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