In den letzten Jahren sind in Budapest einige neue Museen entstanden oder bestehende Einrichtungen renoviert worden. Von diesen Institutionen bin ich nachhaltig beeindruckt:
Ethnografisches Museum Budapest.
Das Museum selbst bestand schon seit den 70er Jahren. Dieser faszinierende Neubau hier wurde im Mai 2022 im Stadtwäldchen eröffnet, vom Architekten Marcel Ferencz entworfen mit dem Ziel, Stadt, Natur und ungarische Volkskunst zu verbinden. Das Gebäude selbst fügt sich von fast wie geschwungen in die Landschaft ein. Ein großer Teil des Hauses liegt unter den beiden begrünten Hügeln, deren Dachflächen begehbar sind. Der Museumsbau ist Teil eines großen Stadtentwicklungsprojekts.




Haus der Musik in Budapest.
Auch das Haus der ungarischen Musik wurde im Jahr 2022 im Stadtwäldchen Budapest eröffnet. Das Gebäude beinhaltet Flächen für Konzerte, Veranstaltungen und Ausstellungen. Die Dauerausstellung zur europäischen und ungarischen Musikgeschichte besticht durch den Einsatz digitaler Medien. Ausgestattet mit einem Kopfhörer mit Ortungssystem lasse ich mich durch das Museum führen und erfahre punktgenau in meiner Sprache Details zur Ausstellung und Musikbeispiele. Eines meiner Highlight: ein Video mit Informationen zur Kodály-Philosophie. Das ist ein musikpädagogischer Ansatz, der auf den Ideen des ungarischen Komponisten und Musikpädagogen Zoltán Kodály (1882–1967) basiert und im Kernprinzip daraus besteht, dass Musik für jeden zugänglich sein sollte und dass das Singen das primäre Mittel zum Erlernen musikalischer Fähigkeiten ist.

Museum Ludwig im MüPa Budapest.
Das MüPa Budapest ist der ehemalige Palast der Künste und im Jahr 2005 eröffnet worden. Das Gebäude bietet Raum für Musik, bildende Künste und Theater.
Das Museum Ludwig enthält die Privatsammlung des Ehepaars Peter und Irene Ludwig mit Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwartskunst, mit Werken von u.a. Pablo Picasso, Henri Matisse, Oskar Kokoschka und Paul Klee. In der Stiftungsarbeit wächst die Sammlung kontinuierlich weiter.
Die Bilder habe ich vom Innen- und den Vorräumen des Konzertsaals gemacht.









Stephanszimmer im Historischen Museum Budapest.
Das St. Stephanszimmer im Budapester Burgpalast war ursprünglich ein prachtvoll gestalteter Saal, der Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde. Während des zweiten Weltkriegs wurde der Saal stark beschädigt und anschließend abgerissen. Erst in den letzten Jahren wurde der Saal originalgetreu rekonstruiert und ist seit 2021 wieder als Teil des Burgpalastes im historischen Museum zu besichtigen. Das prunkvollste Stück des Saales ist der Kamin, der über 1,5 Tonnen schwer ist und aus 611 Teilen besteht. Er wurde von der Zsolnay Porzellanmanufaktur hergestellt. Darauf eine Büste von Sankt Stephan.


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