Tokyo Tower oder Tokyo Skytree? Für einen Blick über Tokio ist das wie die Wahl zwischen Tradition und Moderne. Beurteilen kann ich selbst nur den Blick vom Tokyo Skytree. Und von einem Sky-Restaurant. Dazu später mehr.
Ich entscheide mich für die Moderne (Tokyo Skytree).
Die Alternative, der Tokyo Tower, ist das klassische, rot-weiße Wahrzeichen des Zentrums, eröffnet 1958 mit 333 Metern Höhe. Der Tokyo Skytree wurde 2012 eröffnet und ist mit 634 Metern der höchste Fernsehturm der Welt. Seine vier Aufzüge sind mit ca. 36 km/h sehr schnell, sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 600 Metern pro Minute. Im Fahrstuhl ist auf der Hinfahrt nicht viel davon zu spüren, ausser, dass die Ohren schnell zumachen. Ich bin also in deutlich weniger als einer Minute auf der ersten Plattform in 350 Metern Höhe. Die Aussicht ist phantastisch. Obwohl es ein diesiger Tag ist, gibt es viel zu sehen – wenn auch nicht den Fuji, der an ganz klaren Tagen auch in fast 100 Kilometern Entfernung zu erkennen ist.
Weiter geht‘s zur höchsten Plattform auf fast einem halben Kilometer Höhe. Im Nachhinein ist der Unterschied marginal, es ist einfach irre hoch. Dabei wackelt der Turm nicht mal, nicht ein kleines Stückchen! Für Animé-Fans gibt es hier viel zu sehen, ständig wird umdekoriert. Ich gehöre sichtbar nicht zur Fangemeinde und habe mir in der kurzen Zeit dort auch kein tieferes Verständnis angeeignet.












Auch auf 150 Metern Höhe eine tolle Aussicht, vor allem abends: das Caretta Shiodome Hochhaus
Jetzt zum Vergleich die Sicht aus dem 46. Stock des Caretta Shiodome Hochhauses, konkret aus dem Hokkaido Shiodome, einem Izakaya-Restaurant mit Küche aus Hokkaido. Ich treffe mich mit Coco. Sie ist Japanerin und arbeitet für einen bayerischen Motorenwerke-Konzern. Wir haben uns im letzten Jahr über gemeinsame Freunde in München kennengelernt und schließen sofort mit einer inspirierenden Unterhaltung über Japan und Deutschland an, übers Arbeiten im Allgemeinen und konkret, meine Pläne für die Japanreise und vieles mehr. Für meinen letzten Abend in Japan hat sich Coco etwas Besonderes überlegt: ihr Lieblingsbaseballverein spielt und ich darf mit ihr zum Spiel. Ich oute mich als – sagen wir – Fachfremde, verwechsle erst diesen Sport mit Football und werfe auch noch was Planloses zu Basketball in den Raum. Coco ist nachsichtig: das Wichtigste an dem Spiel ist das Biertrinken. Ich bestätige ihr, dass ich eine gute Biertrinkerin und eine mindestens ebenso gute Bierkäuferin bin – sie zeigt sich einverstanden und zahlt die Rechnung des Abendessens. Mehr zum japanischen Baseballspiel gibst es dann zu einem späteren Zeitpunkt hier.






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