Die Marienburg in Malbork übertrifft jedes Vorstellungsvermögen

An einem Montag können wir die Außenanlagen der Marienburg (Malbork) kostenlos besichtigen. Museen und Innenräume bleiben dafür geschlossen. Wir richten also unseren Blick ganz auf die Burg selbst, auf Mauern, Höfe, Tore und die gewaltigen Dimensionen dieser Anlage.

Alles ist größer als Fotos es zeigen können

Die Marienburg gilt als größte Burg der Welt nach Fläche und ist auch die größte Backsteinburg der Welt. Die Anlage besteht aus Hochschloss, Mittelschloss und Vorburg und scheint hinter jeder Mauer noch ein weiteres Tor, einen weiteren Hof und einen weiteren Gebäudeflügel zu verbergen. Während wir durch die Außenanlagen gehen, wächst vor allem ein Eindruck: das hier ist ein (ehemaliges) Machtzentrum.

Stein gewordenes Machtbewusstsein

Ab 1274 errichtet und über mehr als ein Jahrhundert erweitert war die Marienburg das Herz des Deutschen Ordens. Von hier aus wurde ein ganzer Ordensstaat verwaltet. Auch ohne die Innenräume zu sehen, ist diese Geschichte überall spürbar. Die mächtigen Mauern, die weiten Höfe und die sorgfältig geplanten Befestigungen erzählen von einer Zeit, in der Architektur nicht nur Schutz bot, sondern Macht demonstrierte, nämlich als uneinnehmbare Burganlage. Die Mittelalterexperten unter meinen Leserinnen und Lesern mögen mir die Oberflächlichkeit meiner Ausführungen verzeihen: ergänzt gerne weitere Details oder Kenntnisse zur Marienburg und ihrer Position in den Kommentaren.

Zeitraum, in dem die Marienburg tatsächlich europapolitische Bedeutung hatte:

Dieser Zeitraum reicht ungefähr von Anfang des 14. Jahrhunderts bis Mitte des 15. Jahrhunderts. In einem der Innenhöfe „begegnen“ wir den vier Männern in Form von Bronzefiguren, die den Aufstieg, die Blütezeit und schließlich das Ende des Ordensstaates verkörpern.

Die Figuren erzählen mehrere Jahrhunderte europäischer Geschichte und stellen dar:

Hermann von Salza – einer der bedeutendsten Hochmeister überhaupt. Er festigte die Stellung des Ordens in Europa und schuf die Grundlage für dessen späteren Aufstieg.  

Siegfried von Feuchtwangen – verlegte 1309 den Sitz des Hochmeisters von Venedig nach Marienburg. Dadurch wurde die Burg zum politischen Zentrum des Ordensstaates.  

Winrich von Kniprode – unter ihm erreichte der Orden seine größte Macht und seinen größten Einfluss im Ostseeraum.  

Albrecht von Brandenburg-Ansbach – er wandelte 1525 den Ordensstaat in das weltliche Herzogtum Preußen um und beendete damit die Herrschaft des Ordens in Preußen.  

Hat dir mein Beitrag gefallen? Dann gib‘ ihm gerne ein „like“, teile und/oder kommentiere ihn.

Hallo 👋 und schön, dich hier zu treffen.

Trag dich hier ein, und du wirst automatisch über eine neuen Blogbeitrag informiert.

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

SUCHE